«Mit meinen Erfahrungen und meinem Wissen möchte ich nun anderen Menschen helfen»

 

 

 

«Je mehr du alleine bist, umso näher bist du deinem spirituellen Kern.»

(Swami Krishnananda)

 

 

 

Gertrud Hirschi war Schülerin von Selvarajan Yesudian und führte viele

Jahre eine Yogaschule in Zürich. Sie war Mitglied im Beirat der

GesundheitsAkademie/Yogazentrum Ulm und gab Seminare im In- und Ausland.

 

Auch etliche Bücher hat sie geschrieben. Diese wurden sogar in mehrere

Sprachen übersetzt. Gertrud Hirschis Yoga-Bücher richten sich immer an Körper, Geist und Seele und eignen sich zum Heimstudium und zur Körperarbeit in den eigenen Wänden.

 

Es geht darum, sich den Rücken zu stärken, beweglicher zu werden,innere Energien zu aktivieren, sich auf Knopfdruck entspannen zu können; und auch auf der seelisch-geistigen Ebene sollte sich einiges ändern, damit sich wieder mehr Freude und Begeisterung einstellen.

 

Durch Gertrud Hirschis Bücher habe ich vor vielen Jahren meine Freude am Yoga entdeckt. Es ist mir dann auch zugefallen (denn Zufälle gibt es ja nicht), dass ich mich mit Frau Hirschi anlässlich eines ihrer Seminare in Davos persönlich unterhalten konnte.

 

Später habe ich mehrere Jahre Yogakurse in Zug besucht, damit ich mir die richtige Atmung aneignen konnte. Heute mache ich meine Übungen vorwiegend daheim. Manchmal nehme ich im Sommer an Yoga-Anlässen im Freien teil.

 

Kürzlich blätterte ich wieder in einem der Bücher, in die mir Frau Hirschi bei unserem ersten Treffen eine Widmung geschrieben hat und ich verspürte Lust, Kontakt zu ihr aufzunehmen.

 

Frau Hirschi hat ihre Yogaschule inzwischen weitergegeben, um sich ein

bisschen mehr dem Schönen und Besinnlichen widmen zu können - und dem Schreiben von weiteren Büchern und entsprechenden Artikeln in Yogazeitschriften.

 

Ich möchte euch hier gerne auf ihren Blog aufmerksam machen, in dem sie seit November 2016 jede Woche einen guten Gedanken, einen Rat der alten Yogis publiziert.

 

Warum Gertrud Hirschi Bücher schreibt

 

Hinweis: Dieser Text wird ebenfalls verlagsintern und für die allgemeine Werbung von Gertrud Hirschis neuem, in englischer Sprache erscheinenden Buches «Yoga 7x7 Minuten» genutzt.

 

D.Sattler: Frau Hirschi, wie sind Sie zum Yoga gekommen und warum schreiben Sie Bücher?

 

Gertrud Hirschi: Im Alter von 36 Jahren hatte ich schweres Asthma und Allergien, Rücken- und Gliederschmerzen. Zudem war ich depressiv, was ein leidiges Familienerbstück ist. Ich hatte das Gefühl, dass mein Leben total sinnlos sei und eine Laune des grossen Nichts, was immer das auch war – eben ein Nichts und Leere.

 

Dann begann ich mit Yoga, bei einem Lehrer, der neben der Körperarbeit auch die Yoga-Philosophie und Spiritualität lehrte. Damit heilte ich Körper, Geist und Seele. Mit meinen Erfahrungen und meinem Wissen möchte ich nun anderen Menschen helfen. Ich möchte ihnen Mut machen und ihnen aufzeigen, dass es mehr gibt als nur die Leere und das Nichts, – dass es etwas gibt, an das wir uns jederzeit und allerorts wenden können, das uns hilft, das uns trägt, schützt und bedingungslos liebt.

 

Bild: Gertrud Hirschi
Bild: Gertrud Hirschi

Sat: Was bedeutet für Sie Gesundheit?

 

G.H.: Gesundheit bezieht sich nie nur auf den Körper. Es bedeutet: Frei sein von körperlichen Beschwerden, ein ausgeglichenes, fröhliches Gemüt und eine konstruktive Denkweise; und die Gesundheit ist kein statischer Zustand, sondern muss laufend neu angegangen werden. Oft ist mehr Ruhe und Entspannung nötig und daneben hilft eine gezielte Körperarbeit, Bewegung an der frischen Luft und eine gesunde und aufbauende Ernährung.

 

 

 

«Da die Entspannung für den heutigen Menschen

immer wichtiger wird, wurde der sogenannte Yin-Yoga entwickelt.»

 

 

 

Sat: Worauf ist bei der Körperarbeit beim Yoga Ihrer Meinung nach besonders zu achten?

 

G.H.: Es ist darauf zu achten, dass in einer Yogasession jedes Gelenk angegangen wird und jeder Körperbereich (Beine, Arme, Rücken und Rumpfvorderseite) gekräftigt und gedehnt wird. Weiter sollten die einzelnen Übungen rücken- und nackengerecht praktiziert werden.

 

Sat: Yoga-Entspannung – was ist das Besondere daran?

 

G.H.: Im sogenannten Yoga-Nidra wird jeder einzelne Körperteil bewusst angesprochen und entspannt, und so können Stress und Verspannungen wirkungsvoll abgebaut werden.

 

Da die Entspannung für den heutigen Menschen immer wichtiger wird, wurde der sogenannte Yin-Yoga entwickelt.  Hier legt man sich für einige Minuten in einer gedehnten Haltung über ein Polster und atmet in die Dehnung. Auch eine wunderbare und wirkungsvolle Art, um Entspannung, Ruhe und Gelassenheit zu erlangen.

 

 

Sat: Wozu sind Mudras wichtig?

 

G.H: Die Hände spielen auf körperlicher, wie auch auf der mentalen und emotionalen Ebene eine wichtige Rolle, bzw. man kann mit Handmassagen, Handübungen und Handgesten (Mudras) auf jede Ebene einwirken. Mehr dazu finden Sie in meinen Büchern.  

 

Sat: Was bezwecken Mantras ?

 

G.H.: Bewusst gedachte, gesprochene oder gesungene Keimsilben (z.B. OM, La, Va, Ram, Ya, Ha, Huu), Worte oder ganze Sätze erzeugen Schwingungen, die nach innen wie auch nach aussen ihre Wirkung entfalten. Mehr davon in meinem Buch Mantra-Praxis.

 

 

«Das Wichtigste aber ist die stete Verbundenheit mit dem Göttlichen.»

 

 

Sat:  Bei der Meditation gibt es so viele Formen. Welche Form praktizieren Sie?

 

G.H.: Oft suche ich in der Meditation meinen inneren Kraftort auf und verbinde mich mit der göttlichen Kraft, Macht und Liebe. Mit ihr bespreche ich, was mich beschäftig und meine laufenden Projekte.

 

In der Meditation, sehe ich auch regelmässig wie und was ich haben, sein und tun möchte - wie es sein soll.

 

Oder ich versenke mich in die Stille, indem ich mich mit allen Sinnen auf meinen Atem konzentriere oder ein Mantra rezitiere – sprechend oder singend.

 

Sat: Was ist das Wichtigste, das Sie im Yoga gelernt haben?

 

G.H.:Die Meisterung der Gedanken – negative Gedanken in positive umzuwandeln und das Einhalten der yogischen Ethik, welche in der lebensnahen und wegweisenden Philosophie der grossen Yogis

integriert ist.

 

Sat: Yoga verfolgt also auch eine Ethik – was ist dabei das Wichtigste?

 

G.H.:Füge in Gedanken, Worten und Taten niemandem Böses zu.

 

Sat: Was bedeutet für Sie Spiritualität?

 

G.H.: Das Einhalten der yogischen Lebensgesetze, die Achtsamkeit, sich selbst, der Nächsten wie auch der Natur gegenüber (eine Lebensweise, die auf Nachhaltigkeit ausgerichtet ist).

 

Es geht darum, in allem und in jedem das Göttliche zu sehen und alles und jeden mit Respekt zu begegnen. Das Wichtigste aber ist die stete Verbundenheit mit dem Göttlichen.