«Glück hat mit nichts etwas zu tun»

 

 

   

 

 

«Wir alle suchen das innere Glück, das nicht auf äusseren Leistungen beruht, sondern aus der Harmonie in unserem Innern stammt.

Dr. Randolph Stone

 

 

 

Wenn ich dies oder jenes erreicht habe, bin ich glücklich. Wir verbinden das Glücklichsein meist mit der Erfüllung unserer Wünsche, mit einer Zielvorgabe, die es zu erreichen gilt. 

 

Wenn wir gedanklich ständig mit Erfahrungswerten, fixen Bildern und logischen Beziehungsfeldern operieren, verschliessen sich uns die Türen zum Glück. Ich meine damit nicht zu jenem  Glück, das wir mit der Erfüllung unserer Wünsche verbinden. Die Strategie nach diesem Glück, das nur auf äusseren Leistungen beruht, ist ohnehin meist nicht mit grossen Erfolgen gekrönt. Zu viel kann uns dabei in die Quere kommen. Zumutungen lagern am Wegrand eines jeden Lebens.

 

Glück ist kein Gut, das wir einfach haben können

 

Ich glaube, dass unser Dasein aber auch ein höheres Ziel hat, und dass wir uns eher auf das Glück konzentrieren sollten, das aus der Harmonie in unserem Innern stammt. Glück ist meiner Meinung nach kein Gut, das man einfach haben oder erreichen kann. Glück ist nichts Fixes. Das Glück oder das Glücklichsein ist etwas, mit dem wir uns verbinden. Es fühlt sich stimmig an und macht uns grösser und weiter, wenn wir uns öffnen, uns hingeben und vor allem, wenn wir loslassen.

 

Hängt unsere Genesung nach einer Krankheit nicht häufig auch davon ab, wie wir mit dem inneren Ohr unserem Sein lauschen? Wechseln wir unseren Lebensmodus dann nicht auch vom Kämpfen ins Sein? Genauso können wir uns mit der Energie verbinden, die unser Leben ist, und uns daran erinnern, dass wir energetische Wesen sind, die ihre menschlichen Erfahrungen machen.

 

Die Idee, ständig glücklich sein zu müssen

 

«Welch ein Wunder!», staunen wir beim Anblick eines Neugeborenen, verschliessen unsere Wahrnehmung aber diesem Daseins-Glück schnell, um uns wieder mit anderen Dingen zu beschäftigen: mit Geld, Prestige und Macht.

 

Ich weiss: Glücklichsein ist nicht nur eine persönliche Angelegenheit, sondern betrifft das öffentliche Gesundheitssystem, die Wirtschaft und das Nationale Wohlergehen. Doch die Vorstellung, dass ich ständig glücklich sein sollte, finde ich unrealistisch. Alleine schon diese Idee macht mich unglücklich, weil ich durch sie auch nicht mehr frei wäre.

 

Freiheit und Glück gehören für mich zusammen. Adyashanti formuliert es sehr treffend: « Wahre Freiheit ist die Freiheit von der Forderung, sich immer gut zu fühlen.»

 

Wir sind mehr als unser Ego

 

Wenn es uns gelingt, uns auf uns selbst einzulassen, erkennen wir, dass unser Wesenskern mehr ist als unser Ego, das sich gerne über Status und Besitz definiert. Wir anerkennen dann zwar , dass uns die Natur mit negativen Emotionen ausgestattet hat, um die Herausforderungen des Lebens besser angehen zu können, aber wir spüren deutlicher,  was diese Gefühle in uns bewirken und in welchem Mass sie uns nutzen oder schaden. So gelingt es uns schliesslich,  zwischen Wichtigem und Unwichtigem besser zu unterscheiden und dadurch glücklicher zu werden.

 

«Glück ist immer in eurer Nähe, es hat mit nichts etwas zu tun. Es ist einfach der erwartungslose, entspannte Zustand des Einklangs», so ein Zitat von Osho.

 

 

Bild: Pixabay 

Quelle: Yoga-Unterricht; div. Yoga-Bücher u. Yoga-Magazine 

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