Der grosse Bruder des Bindestrichs

 

«Zur Logik verhält sich die Grammatik wie das Kleid zum Leibe.»

 

Arthur Schopenhauer

 

 

Er setzt Akzente, betont, trennt und baut Spannung auf. Zu viele von ihm unterbrechen den Textfluss. Ich mag ihn – den Gedankenstrich. Doch wie kann ich ihn wirklich gezielt einsetzen? Und wo finde ich ihn auf meiner Tastatur?

 

Nein, er hat es nicht leicht – der Gedankenstrich. Zum einen macht ihm

nämlich der Bindestrich seinen vom Duden anvertrauten Platz streitig. Und zum anderen wissen wir Autoren leider oft zu wenig, welche Funktionen er erfüllen soll.

 

Wo finde ich ihn auf meiner Tastatur?

 

Optisch unterscheidet er sich ja eigentlich leicht von seinem grossen Bruder, dem Bindestrich. Er ist nämlich länger, aber auf der Tastatur nicht zu finden. Ich habe den Bindestrich bisher durch das Drücken auf die Taste «STRG» und das «- » Zeichen auf dem Ziffernblock mit dem Halbgeviertstrich dargestellt.

 

Zu häufig angewendet stört er den Textfluss

 

In ihrem Artikel «Grammatikalische Alltagsfehler: der Gedankenstrich» zeigt uns die Lektorin Janett Reimann jedoch auf, wie wir dieses Satzzeichen auf unserer Tastatur noch auf eine andere Art aus seinem Versteck holen. Ausserdem erklärt sie uns, wie wir diesen auch korrekt verwenden.

 

Gedankenstriche erfüllen nämlich eine Reihe von Funktionen. Wir können

mit ihm ein anderes Satzzeichen wie Komma, Klammer oder Doppelpunkt ersetzen und dadurch beim Leser einen Effekt erzielen. Aber wenn wir ihn zu häufig anwenden, kann er auch den Textfluss stören.

 

Quellen: Unterlegte Links 

Bild: Pixabay