Nicht mehr müssen, sondern dürfen

 

«Ein großer Vorteil des Alters liegt darin, dass man nicht länger die Dinge begehrt, die man sich früher aus Geldmangel nicht leisten

konnte.»

Charlie Chaplin

 

 

 

Wir bringen das Alter leider meist nur mit Falten, Gebrechen und Langeweile in Verbindung. Klar, jung sein ist toll. Doch schauen wir genauer hin: Gab es in jüngeren Jahren nicht auch erhebliche Krisen? So beispielsweise die erste Liebe mit all ihren Facetten oder unsere

Illusionen in der beruflichen Karriere. Das ganze Gerangel und das

«Sich-Beweisen-Müssen» im Beruf und in der Familie. Nein ehrlich – wer möchte da gerne nochmals durch, wo es doch im Alter noch so viel zu entdecken gibt?

 

«Mit 66 Jahren», sang einst Udo Jürgens,  «da fängt das Leben an, mit 66 Jahren, da hat man Spass daran!» Zugegeben: Wenn wir 66 sind, hat unsere physische Leistungsfähigkeit bereits etwas nachgelassen. Doch es

geht nicht darum in Gestalt und Fitness jung zu bleiben, sondern im Geist.

 

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Respekt und Höflichkeit sind zeitlose Werte

  

«Wir leben in einer facettenreichen Gesellschaft - oder

genau genommen, in einer facettenreichen Welt - und wir müssen lernen, in

Frieden und mit Respekt voreinander zu leben.» (Stan Lee)

 

Meistens sind es nicht gravierenden Ereignisse, nichts Weltbewegendes, sondern Kleinigkeiten, bei denen mir die Respektlosigkeit ins Auge springt. So frage ich mich auch immer häufiger, ob die Leute die Bedeutung des Wortes «Respekt» überhaupt kennen.

 

Menschenmassen, Lärm und Stress. Es ist wieder einmal ein furchtbarer

Tag. Doch dann plötzlich reisst mich ein Lächeln aus der Menge. Ein Lächeln für mich! Kaum habe ich es aufgefangen, ist die Person schon wieder verschwunden.

 

Doch dieses Lächeln wärmt mein Herz, stimmt mich heiter — und bleibt den ganzen Tag bei mir!

 

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Wir sind so, wie wir sind!

 

 

«Scham ist, wenn man seine unvollkommenen Reize verbirgt » Alexander Engel

 

 

 

Das Schamgefühl kann als zwischenmenschliche Emotionen bezeichnet werden, denn es signalisiert, dass etwas zwischen uns und dem Rest der Welt nicht in Ordnung ist. Es fordert uns dazu auf, uns selbst genau zu betrachten und unser Leben zu verändern. In gemässigter Form zwar wertvoll, kann ein Zuviel an Scham jedoch schädliche Auswirkungen haben.

 

«Manu hat sich verliebt! Hahaha …!» Das war einer der Überraschungseffekte, mit denen Manus Mutter ihre Kolleginnen gerne unterhielt. Für die dreizehnjährige Manu war das allerdings eine Katastrophe.

 

Behalte intime Dinge lieber für dich

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Achtsamkeit ist mehr als Mittel zum Zweck

 

«Achtsamkeit ist ein aufmerksames Beobachten, ein Gewahrsein, das völlig frei von Motiven oder Wünschen ist, ein Beobachten ohne jegliche Interpretation oder Verzerrung.»

 

Jiddu Krishnamurti

 

 

 «Achtsamkeit» heisst das Zauberwort, das uns gelassen und entschleunigt durch den Alltag bringen soll und uns Glück in allen Lebenslagen verspricht. Die Achtsamkeitstrainings, die inzwischen angeboten werden, sind breit gefächert. Die sogenannte Achtsamkeitsrevolution bereitet allerdings nicht nur Buddhisten und jenen, die sich der traditionellen Lehre der Achtsamkeit verbunden fühlen, zunehmend Sorgen. 

 

Jon Kabat-Zinn ist der Superstar der Achtsamkeitsbewegung. Der Molekularbiologe hat die Achtsamkeit in den siebziger Jahren von ihrem

spirituellen Mantel entkleidet. Er formte aus buddhistischer Meditation

(Vipassana), Yoga und Zen das Programm «Stressbewältigung durch Achtsamkeit» (engl. MBSR), das heute unabhängig von Religion allen Menschen zugutekommt.

 

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Schreibend zur Ruhe kommen

 

 

«Nichts gleicht der Freiheit einer weißen Seite.»

Nicole Krauss

 Romanautorin

 

 

 

Das Ziel von Meditationen ist immer das gleiche: die Beruhigung der Gedanken, die geistige Sammlung. Wer regelmässig meditiert, weiss, wie  positiv sich dies auf den Alltag auswirkt: Man kann sich beispielsweise besser auf seine Ziele fokussieren, seinen Tag produktiver gestalten sowie achtsamer mit seinen eigenen Bedürfnissen und mit anderen Menschen umgehen. Wie man diese innere Ruhe der Meditation erreicht, ob über das Sitzen in der Stille, das Gehen, den Sport oder über das  Schreiben, spielt keine Rolle. Jeder kann den für sich stimmigsten Weg finden. Die Schreibmeditation kann einer davon sein.

 

Die Schreibmeditation ist eine Form der philosophischen Meditation, die von René Descartes (1596 – 1650) überliefert ist. In seinem Hauptwerk «Meditationen» beschreibt der französische Philosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler das schreibende Meditieren so: «Ich will jetzt meine

Augen schließen, meine Ohren verstopfen und alle meine Sinne ablenken, auch die Bilder der körperlichen Dinge sämtlich aus meinem Bewusstsein tilgen oder doch, da sich dies kaum tun lässt, sie als eitel und falsch gleich nichts erachten. Ich will mich nur mit mir selber unterreden, tiefer in mich hineinblicken, versuchen, mir mich selbst nach und nach bekannter und vertrauter zu machen.» (René Descartes: Meditationen 1965, S. 27)

 

Nicht nur für Anfänger eine Alternative

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Lasst uns das Beste daraus machen!

 

 

 

«Das Internet erschafft keine neue

Gesellschaft, es spiegelt nur die Gesellschaft wider. »

 

Roger Pfaff,

deutscher Aphoristiker

 

 

Spontan und schnell das sind die Adjektive, die unsere Kommunikation beim Netzwerken treffend beschreiben. Soziale Medien bieten uns die Chance, unsere Kreativität und unsere Beziehungen zu stärken. Aber dies bedingt, dass wir uns ernsthaft die Frage stellen, wie wir miteinander umgehen wollen.

 

Als freie Autorin schreibe ich regelmässig für zwei regionale Zeitungen in der Schweiz. Daher lege ich eigentlich Wert auf einen angemessenen Sprachgebrauch und kürze auch keine Wörter ab. Trotzdem erwische ich mich im Netz immer häufiger dabei, wie ich in ein Muster verfalle: Hier ein Smiley, dort ein « Hahaha». Doch sind im Netz inhaltliche Relevanz und Aktualität entscheidender als Sprache oder Grammatik?

 

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«Schrift ist nicht nur Ausdruck des Gedachten»

 

 «Wenn ich etwas sage, verliert es sofort und endgültig die Wichtigkeit; wenn ich es aufschreibe, verliert es sie auch immer, gewinnt aber manchmal eine neue»

Franz Kafka

 

   

«Beim Lesen lässt sich vortrefflich denken», soll Leo Tolstoi gesagt haben. Dem stimme ich zu. Schreiben regt das Denken jedoch ebenfalls an. Und ausserdem ist es eine bewährte Methode gegen Stress.

 

 

Ich habe bereits als Kind sehr viel gelesen und mir zu Weihnachten oder zum Geburtstag immer nur Bücher gewünscht. Die Fortsetzung von Emmy von Rhodens «Trotzkopf» etwa. Oder eine weitere Ausgabe der «Hanni und Nanni» Bücherreihe.

 

Später machte ich mich dann an die Klassiker, die ich bei meinen Eltern fand. So unter anderem an Emile Zolas Natur- und Sozialgeschichte «Der Totschläger» L'Assommoir 1877), die auch unter dem Titel «Die Schnapsbude» erschienen ist.

  

Ich will herausfinden, wie die Geschichte entstand

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